Hausnotruf mit Rauchmelder
Überdurchschnittlich oft sind ältere Menschen von Bränden betroffen. Um sie vor den Gefahren zu schützen, bieten die Malteser den Hausnotruf nun zusätzlich mit einem Rauchmelder an.
600 Menschen sterben jährlich in Deutschland bei Bränden, rund 6000 werden verletzt. 95 Prozent der Opfer erliegen den Folgen einer Rauchvergiftung. Tagsüber kann ein Brandherd meist schnell entdeckt werden. Nachts schläft aber auch der Geruchssinn, sodass die gefährlichen Brandgase nicht bemerkt werden.
Seit Jahren fordern die Feuerwehren eine flächendeckende Rauchmelderpflicht. Obwohl es diese in einigen Bundesländern bereits gibt, gelten zum Teil noch Übergangsfristen: In Rheinland-Pfalz müssen Wohnungen bis 2012 mit einem Rauchmelder ausgestattet werden, in Hessen haben die Bürger noch drei Jahre länger Zeit, bis Ende 2014. Im Saarland gilt die Pflicht lediglich für Neubauten, die nach dem 18. Februar 2004 fertig gestellt wurden.
Rauchmelder retten Leben. Deshalb unterstützen die Malteser die Forderung der Feuerwehren und kombinieren ihren Hausnotruf mit dem Rauchmelder.
Bei Rauchentwicklung in der Wohnung löst der Rauchmelder neben einem lauten akustischen Warmsignal ebenfalls automatisch Alarm in der Malteser Zentrale aus. Die Malteser Mitarbeiter verständigen darauf umgehend den Bewohner und die Feuerwehr. Darüber hinaus funktioniert das Hausnotrufgerät wie gewohnt: Ist die Person zum Beispiel gestürzt oder fühlt sich unwohl, kann sie per Knopfdruck Sprechkontakt zu den Maltesern aufbauen und Hilfe rufen.
Die Installation wie die jährliche Wartung sowie den Batteriewechsel übernimmt der Hilfsdienst. Durch den Hausnotruf mit Rauchmelder sind die Senioren doppelt abgesichert. Sie genießen die Sicherheit bei medizinischen Notfällen, aber auch bei einer Brandentwicklung. Die Neuentwicklung ist ein weiterer Schritt der Malteser, Senioren und Menschen mit Behinderung ein möglichst langes und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.